Der Bundesrat hat am 25. Mai 2011 kurz nach der Katastrophe von Fukushima eine neue Energiestrategie beschlossen: bestehende Kernkraftwerke sollen am Ende ihrer Betriebszeit stillgelegt und nicht durch neue Kernkraftwerke ersetzt werden. Die Stromversorungssicherheit soll dennoch garantiert sein.
Energieversorgung betrifft nicht nur die Wirtschaft, sondern uns alle! Der Anteil der Kernenergie an der inländischen Stromproduktion beträgt im 10-Jahresdurchschnitt 39 Prozent, im Winter bis zu 45 Prozent. Wie lässt sich dieser Ausfall durch anderweitige Massnahmen auffangen? Kann der Bundesrat die Stromversorgungssicherheit tatsächlich garantieren oder ist dies eine leere Versprechung? Müssen wir uns in unserem Stromkonsum einschränken? Wie sicher sind Kernkraftwerke wirklich und was ist von alternativer Energie zu halten?
Irene Aegerter hat in ihrem Vortrag die Thematik der Energieversorgung der Schweiz aufgegriffen und diverse interessante Fragen der Teilnehmer beantwortet. Irene Aegerter studierte an der Universität Bern Physik, Mathematik und Astronomie und schrieb ihre Doktorarbeit zum Thema „Fallout in Regen, Boden, Staub und seine Absorption in Pflanzen“. Sie befasst sich seit Jahren intensiv mit dem Thema der Kernenergie und der Energieversorgung. Unter anderem war sie bis 2008 Mitglied der Kommission für die Sicherheit der Kernanlagen und Vorsitzende des Fachausschusses „Strahlenschutz und Entsorgung“ sowie während mehreren Jahren Mitglied der Energiekommission der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW).

Es war wiederum ein äusserst interessanter Vortrag mit reger Diskussion. Frau Dr. Aegerter konnte den Zuhörern ein sehr schwieriges Thema einfach vermitteln und vor allem auch die grossen Probleme, welche mit der vom Bundesrat favorisierten Energiepolitik auf uns zu kommt.